Vögel

Um Vogelaufnahmen zu üben, für den Fall das man sie in der Natur fotografieren will, eignet sich ein Vogelpark mit Flugshow. Ich fahre dafür mehrmals im Jahr in den Weltvogelpark Walsrode. Zudem auch mehrmals in den Tierpark in Springe, denn auch da wird eine große Flugshow geboten. 

 

Um Vögel im Flug zu fotografieren braucht man eine sehr kurze Verschlusszeit der Kamera, etwa 1/2000 sec. für Seegler, 1/4000 sec. für einen Falken im Rüttelflug, wie unten zu sehen. Wenn der Vogel nicht ganz so tief ist kann man mit einer offenen Blende arbeiten, und leichter ISO Erhöhung. Fliegt er tief wie in einer Flugshow muss man die Blende etwas mehr schließen, um die Burschen in die Schärfe zu bekommen. Da kommt man dann um höhere ISO Werte nicht drum rum. AB ISO 400, auch ISO 800 sind dann oft nötig, je nach Wetter, bzw. vorhandenen Licht.

Turmfalke
Turmfalke

Diesen schnellen Flieger habe ich, wie man unschwer an den Bändern erkennen kann auf einer Flugvorführung fotografiert. Hierfür reichte mir das 105 mm Makro, denn dort fliegen sie nicht so sehr hoch. Er kam im Sturzflug auf mich zugeflogen, so dass ich schon ein wenig Schiss bekam. ;)

Ist aber alles gut gegangen... Die Aufnahme wurde mit ISO 400 und einer Verschlusszeit über 1/3000sec. gemacht. 

Steinadler
Steinadler

Der Steinadler (Aquila chrysaetos) ist eine große Greifvogelart innerhalb der Familie der Habichtartigen (Accipitridae). Steinadler besiedeln offene und halboffene Landschaften in der gesamten Holarktis. Sie ernähren sich meist von mittelgroßen, bodenbewohnenden Säugern. Die Art war früher in Europa weit verbreitet, wurde aber systematisch verfolgt, so dass sie heute in vielen Teilen Europas nur noch in Gebirgsgegenden vorkommt. In Deutschland brüten Steinadler nur noch in den Alpen.

Nestpflege bei Familie Weißstorch, hier wird gerade gefüttert, obschon das Kind nicht mehr klein aussieht. Schon bald wird es selbstständig nach Nahrung suchen. 

 

Vor einigen Jahren hatten wir einen späten Wintereinbruch, viele Jungstörche sind erfroren. Mittlerweile hat sich die Population stabilisiert. Die milden Winter führen dazu dass einige Störche sogar in Deutschland bleiben. 

Die Fotografie von Vögeln stellt eine ganz besondere Herausforderung da, denn die Motive bewegen sich, noch dazu schnell. Hierzu man wissen das die Verschlusszeit der Blende angepasst werden muss, also schnell schließen. Wenn ich einen Bussard im Flug erwischen will, brauche ich bis zu 1/4000 sec. , die Burschen können schnell werden. :) 

 

Nicht immer reicht das Licht für eine so schnelle Verschlusszeit, dann muss der ISO Wert angepasst werden, erhöht auf 400 ISO oder höher.  Ich arbeite gerne mit der Halbautomatik der Kamera, stelle mir die Blende selber ein (Blendenvorwahl) die Kamera ermittelt nun anhand des noch vorhandenen Lichtes die Verschlusszeit. Wenn der Vogel weit genug entfernt ist öffne ich die Blende ganz, was bei meinem Zoom-Objektiv die Anfangsblende von f 4 ist,  bei ganz ausgefahrenen Zoom, 300 mm Blende f 5.6 ist.

 

Mit meinem 105 er Makro kann man wunderbare Fotos von den Flattermännern machen, sie dürfen dann nicht so weit weg sein. Da dass Makro sehr Lichtstark ist mit einer durchgehenden Stärke von f 2.8 , eignet es sich hervorragend für die Aufnahmen von Tieren jeglicher Art in Zoos und Vogelparks. Da hat man ohnehin meist weniger Licht in den Unterbringungen, so spart man sich zu viel ISO - rauschen, die in der späteren Nacharbeit auch Detailschärfe kosten.

Vogelpark Walsrode
Kuba Flamingos // 105 mm Makro / f 2.8 / 1/2000sec. / ISO 100

 

Die Kuba Flamingos sind ein Beispiel, mit dem Makro Objektiv fotografierten Bildes. Da sie dauernd hektisch hin und her gelaufen sind, weil die Damen von den Herren getrennt gehalten werden und sie da keinen Spaß verstehen, habe ich mich für mein Lichtstärkstes Objektiv entschieden. So konnte ich auch mit einer ISO 100 schnell genug sein, bei einer Blende von f2.8 und 1/2000 sec.

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