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Stirb schnell Teil II

Sag mir wo die Schmetterlinge sind, wo sind sie geblieben?

 

 

Verantwortlich für das Artensterben ist der Mensch, jeder einzelne von uns. Wer frei ist von Schuld der werfe den ersten Stein, steht schon in der Bibel geschrieben. Wir sind oft so sehr mit uns selbst beschäftigt, das wir dabei die Natur vergessen. Nicht alleine die wunderschönen Gärten mit ihren super schönen Blumen und Hecken sind Schuld das es weniger Schmetterlinge gibt, auch der Umgang mit der Natur in der Natur. Wir sollten die Wege nicht verlassen, wenn wir an Schmetterlingswiesen vorbei kommen, keine Pflanzen pflücken in der Natur! Der Hausmüll gehört nicht in die Natur, auch die Gartenabfälle nicht! Eingeschleppte Pflanzen verhindern das Wildblumen wachsen und wer will schon auf Müllberge schauen? Man macht sich nicht nur Strafbar damit, man schadet der Natur nachhaltig und sorgt dafür das unsere Kinder und Enkel in einer kaputten Umwelt leben müssen. Ein Schuldenberg den wir vererben! 

 

Ich begehe mehrere Gebiete von Gehrden über Ronnenberg, Ihme - Roloven bis Langenhagen regelmäßig und bekomme die Veränderungen vor Ort mit. Wie in die Natur eingegriffen wird, bis hin zu den Auswirkungen auf die Insekten. Einige haben bereits gelernt das man nicht zu früh die Wiesen mähen sollte, andere lernen nicht dazu. Im Juni ist die Maat zu früh, die Futterpflanzen für nachfolgende Schmetterlinge und andere Insekten ist zerstört, auch die der Raupen sind weg. Wenn man später mäht, im August und Streifen stehen lässt würde es helfen Arten zu erhalten. Manche Schmetterlinge gibt es in zwei Generationen, wir sollten ihnen nicht die Lebensgrundlage, die Nahrung entziehen. Schmetterlingen gibt es bis in den späten Herbst, einige Arten sind sogar Überwinterer wie der Zitronenfalter und das Tagpfauenauge als Beispiel zu nennen. In milden Wintern überwintert sogar der Admiral in Deutschland. 

 

Ich will nicht einfach auf die Landwirtschaft schimpfen, jeder von uns hat eine Verantwortung, mit der Natur pfleglich um zu gehen. Im eigenen Garten kann man damit beginnen, sich einen Teil des Gartens als Schmetterlingswiese anzulegen. Saaten gibt es im Handel dafür und das tolle ist, man braucht keinen Dünger und nur wenig Wasser. Außerdem kann eine monotone Grünfläche auf Dauer ein bisschen langweilig wirken. Für die nötige Auflockerung können Wildblumen sorgen. Sie setzen Farbakzente im Einheitsgrün und stellen  eine wichtige Nahrungsgrundlage für viele nützliche Insekten dar. Hummeln, Schmetterlinge und Bienen füllen den heimischen Garten dann zusätzlich mit Leben. 

 

Ich habe auch auf meinem Balkon eine Schmetterlingswiese in den Töpfen und Balkonkästen, es summt und brummt den ganzen Tag. Ich bin begeistert vom Leben! 

 

 

Wenn wir nicht wollen,

das wir unsere Natur anmalen müssen,

dann müssen wir handeln! 

 

Jetzt! 

Der NABU in Hamburg bietet eine beispielhafte Liste mit heimischen Wildblumen, die für Menschen und Insekten gleichermaßen attraktiv sind. 

https://hamburg.nabu.de/tiere-und-pflanzen/garten/gartentipps/05222.html

 


Die nachfolgenden Fotos können mit anklicken vergrößert werden!

Das Große Ochsenauge (Maniola jurtina), der Kleine Perlmuttfalter, oder auch Kleiner Perlmutterfalter, (Issoria lathonia), der Kleine Fuchs (Aglais urticae) sind selten geworden im Raum Hannover.

Den Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus), habe ich an Hannovers Leine fotografiert, das Schachbrett oder auch Damenbrett (Melanargia galathea) in Langenhagen, Den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) auf Sankt Andreasberg im Harz. Den habe ich bisher nur zweimal vereinzelt in Ronnenberg gesehen.

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