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Großartiges Schmetterlingsjahr 2018

Schachbrettfalter  (Melanargia galathea)
Schachbrettfalter (Melanargia galathea)

Geht es nun wieder aufwärts mit den Schmetterlingen? 

Karl-Heinz Jelinek, erfahrener Schmetterlingskundler aus Köln, sagt, dass es für das Naturschauspiel vermutlich mehrere Gründe gibt: Die warme Witterung in den Monaten April und Mai, aber auch weniger natürliche Feinde. Schlupfwespen etwa, die ihre Larven sonst häufig in Schmetterlingsraupen einnisten, sind aufgrund der letzten Schmetterlings-armen Sommer vorübergehend weniger geworden. 

Keine Trendwende

Solche besonderen Schmetterlingsjahre gibt es immer wieder. 2018 bedeutet also keine grundsätzliche Trendwende beim Thema Insektensterben. Generell können Gartenbesitzer das Vorkommen von Schmetterlings-Arten unterstützen, indem sie Wiesen so selten wie möglich mähen, denn Insekten brauchen Futterpflanzen.

Wie habe ich sie vermisst, die Schmetterlinge welche mir in meiner Kindheit um die Ohren geflogen sind. Von Jahr zu Jahr wurden es weniger.  Was ist passiert?  Wo sind die Schmetterlinge hin? Werden sie wieder kommen? Fragen über Fragen die ich mir Jahr ein, Jahr aus stellte. Die Antwort glauben Wissenschaftler gefunden zu haben; Schuld sei die zu intensive Landwirtschaft. 

Bei den Tagfaltern, zu denen Zitronenfalter, Admiral und Tagpfauenauge gehören, ist die Zahl der Wiesenarten seit Mitte der 70er-Jahre um fast drei Viertel zurückgegangen.  Das ist das Ergebnis einer Studie, der deutschen Wildtierstiftung. 

 

Die Insekten sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch wichtige Bestäuber für die Pflanzen und zudem eine bedeutende Nahrungsquelle für Vögel. Fast 50 Prozent der besser erforschten Tagfalter stehen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Der Evolutionsbiologe Josef Reichholf erforscht Schmetterlinge seit Jahrzehnten. wischen 1969 und 1983 hatte Reichholf durchschnittlich noch rund 250 Schmetterlingsarten pro Jahr gezählt. Mit Beginn der 80er-Jahre sei die Zahl dann kontinuierlich gesunken. Seit 1995 wurden jeweils weniger als 50 Arten gezählt. Dies decke sich laut Reichholf zeitlich mit der Umstellung der modernen Landwirtschaft, bei der Felder häufig intensiv gedüngt werden. Vor allem der verstärkte Anbau von Mais gilt seiner Erfahrung nach als Verursacher des Rückgangs – Reichholf hatte beobachtet, dass die Artenzahlen bei den Fangorten an Ortsrändern zurückgingen, wenn auf den dortigen ursprünglichen Feuchtwiesen Mais angebaut wurde.  Informationsquelle: Welt Wissen

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Kommentare: 4
  • #1

    Linda Miller (Freitag, 13 Juli 2018 16:08)

    Hallo Christiane,
    wunderschöne Aufnahmen und sehr Informativer Text, vielen Dank dafür!
    LIEBE GRÜßE
    Linda

  • #2

    Veronika Blümchen (Freitag, 13 Juli 2018 16:35)

    Hi Christiane,
    das sind ja tolle Aufnahmen, so schönes Licht, Farben und die Schärfe einfach wow!!
    Mit Begeisterung habe ich auch deinen Text gelesen, wertvolle Informationen sind sind das. Wir haben auch einen Schmetterlingsgarten angelegt und können es nur jedem Empfehlen, es sieht wunderschön aus wenn die bunten Falter fliegen, an den schönen Blüten zB. des Sommerflieders.
    Mach weiter so, ich freue mich auf deinen nächsten Blog!
    GLG Veronika

  • #3

    Raimund Brandstätter (Montag, 16 Juli 2018 10:36)

    Und leider geht die Unvernunft der Bauern weiter.....
    fast alle Wiesen in meiner Umgebung, in denen noch der Wiesenknopf blüht, wurde rechtzeitig am Beginn der Blüte gemäht. Ganz nach dem Motto "Wir zerstören die Lebensgrundlage der Wiesenknopf-Ameisenbläulinge"

    Es ist ein kleiner Trost, dass heuer wieder mehr Falter fliegen, auch hier in Österreich ist das zu merken.
    Danke dass du andere Menschen für dieses Thema sensibilisierst!
    LG Raimund

  • #4

    Fabio Ronchi (Montag, 16 Juli 2018 14:07)

    Brava !!